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Entstehung

Im Jahre 1971 entstand in Bremerhaven eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts:

Wolfgardt - Nicola
    
mit dem Ziel, Ingenieurleistungen des Bauwesens und der Vermessung bei ausgewählten Bauvorhaben anzubieten. Dieses war der Beginn einer bis heute andauernden Selbständigkeit. Diese Ingenieurgemeinschaft war an das Bauvorhaben „Hohes Feld” in Stotel gekoppelt und stellte mit dem Abbruch der Bautätigkeit dort 1974 ihre Dienste ein.     
Der Anstoß für die Aktivität in der hydrographischen Vermessung erfolgte dann beim Bau der Stromkaje in Bremerhaven, dem Start und Vorläufer der heutigen Containerkaje (1969 bis 1973).
      
Mit der dann folgenden vermessungstechnischen Betreuung der Naßbaggerarbeiten beim Bau der Dockgrube für das Großdock 8 a der Howaldtswerke Deutsche Werft AG in Kiel kam es am 1.07.1974 zur Gründung des
Vermessungs- und Ingenieurbüro Werner Nicola GbR
zunächst mit dem Sitz in Bremerhaven.
 
Die Abwicklung dieses Baggerauftrages, der die Überwachung von vier Eimerkettenbaggern und vier Laderaumsaugbaggern (Hopperbagger) auf einer relativ kleinen Wasserfläche bei einer Bodenbewegung von insgesamt 4,5 Mill. m³ mit einer - für damalige Verhältnisse - hochtechnisierten hydrographischen Erfassungsanlage beinhaltete, ergab einen überaus wirtschaftlichen Einsatz der acht Baggergeräte und daraus resultierend eine sehr kleine Fehlbaggerungsmenge von weniger als 3 % und damit auch nur eine gleichermaßen geringe zusätzliche Sandverfüllung durch die Hopperbagger.
Die permanente hydrographische Überwachung hatte sich für die Wasserbauunternehmen der Arbeitsgemeinschaft HDW Großdock 8 a (Ph. Holzmann – Hochtief – Bilfinger + Berger – Rheinische Tiefbau) wahrlich gelohnt.
 
Im Anschluß daran erhielt das Vermessungsbüro den Auftrag von der ARGE Elbvertiefung (Ph. Holzmann – H. Hirdes - Bilfinger + Berger - Rheinische Tiefbau - Hülskens - Rathjens) zur hydrographischen Überwachung und Abnahme der Elbvertiefung auf - 13.5 m KN im Hamburger Bereich für das Amt für Strom- und Hafenbau in den Jahren 1974 - 77. Die Baggerarbeiten erweiterten sich dann bis zum Jahre 1980.
    
Seit 1975 hat das Büro seinen Sitz an der westlichen Hamburger Peripherie im Lande Schleswig-Holstein.     
Die in dieser Zeit gesammelten Erfahrungen ermöglichten es ab 1976 auch Aufträge im Ausland erfolgreich zu bestehen.
In diesem Zeitraum war das Büro zeitgleich bei großen Wasserbauprojekten in Kolumbien, in Nigeria, in Ägypten, in den Vereinigten Arabischen Emiraten und im Irak tätig, während in der Bundesrepublik einige weitere große Wasserbaumaßnahmen betreut wurden: wie z. B. die Weservertiefung bei Bremen und der Deichschluß Meldorfer Bucht.
Die sonstigen Einsätze außerhalb Deutschlands zeigt die Auslandsreferenzliste.
    
Diese Auslandsaktivitäten führten dann am 31.12.1982 in Bönningstedt zur Gründung der unabhängigen Ingenieurgesellschaft
    
NICOLA ENGINEERING GMBH
 
Nach einer Übergangsphase von einem Jahr stellte das Vermessungs- und Ingenieurbüro Werner Nicola dann 1984 seine Aktivitäten ein.
 
Die Nicola Engineering GmbH verfügt über eigene Vermessungsschiffe und -boote, die teilweise speziell entwickelt und nach eigenen Entwürfen gebaut wurden. Diese können mit entsprechenden Ortungsanlagen, Vermessungsechographen, Fächer- und Scannerecholoten oder Sonargeräten ausgerüstet werden. Mit speziell gefertigten Auslegern können auch Mehrfachecholotsysteme zur lückenlosen Aufnahme (Verkehrssicherungspeilung) der Gewässersohle auf den trailerbaren Booten als sog. „Flächenpeilung” eingesetzt werden (z. B. Navitronic MCS 2000).
Die technisch modernste Variante - das „Fächerecholot” - ist auf dem Peilschiff "GALILEI", sowie auf den Peilbooten „GAUSS” und "ARCHIMEDES" fest installiert. Das Echolot erfaßt die Gewässersohle in einer Breite der 3,5-fachen bzw. 7-fachen Wassertiefe. Die Peilboote „GAUSS“ und "ARCHIMEDES" lassen sich mit einem Geländewagen und entsprechendem Bootsanhänger trailern.
 
Eine leistungsfähige, selbst entwickelte Erfassungssoftware - HYPROPAK - sorgt für die Datenaufnahme. Diese hydrographische Software ist an Behörden in Niedersachsen und Schleswig-Holstein verkauft worden.

Auf der gleichen Grundlage wurden Baggerprogramme für Seilbagger, Hopperbagger und Rammen entwickelt, die unter Einbeziehung von Peilungen den jeweiligen Arbeitsstatus zeigen. Für gezielte Sandaufspülungen in Hafenbecken und Verklappungen (z. B. beim Bau der 4. Röhre Elbtunnel in Hamburg oder den Klappstellen für die Elbvertiefung 1999) wurden diese Programme modifiziert.
 
Der Einsatz unserer Programme fand 2001 bei der Maßnahme DA-Erweiterung im Mühlenberger Loch (für den Bau des Flugzeuges A 380) auf den Rammen zur Herstellung der rund 65.000 geotextilen Röhren für die Deichumschließung von 160 ha Wasserfläche seinen bisherigen Höhepunkt.

Für das Betreiben der Fächerecholote sind die Programme „Neptun” und „Merlin” sowie „QINSy”, im Einsatz.

Die Auswertung erfolgt ebenfalls mit eigenen Programmen auf leistungsfähigen PC´s in Verbindung mit Jetplottern. So können wir gezielt auf die Wünsche der Kunden eingehen und Seekarten in schwarz/weiß oder in Farbe darstellen.
Bei der Auswertung verlassen wir uns nicht nur auf den reibungslosen Datenfluss, sondern pflegen ebenso die Plausibilitätskontrolle der Messergebnisse - denn die hydrographische Vermessung ist in erster Linie eine Sache des Vertrauens !

Diese Voraussetzungen und die Flexibilität, die sich auch im Einsatzradius der trailerbaren Boote ausdrückt (Reichweite bisher Gävle - Schweden bis zum Mattsee - Österreich), bilden die Grundlage für eine termingerechte, kostengünstige, unabhängige und verläßliche Abwicklung der gestellten Aufgaben.